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ſter Miene dem Schweizer am Eingange des Chors gegenüberſtand.
Bazin fühlte, daß man ihn am Rocke zog. Er ſenkte ſeine voll Andacht zum Himmel aufgeſchlagenen Augen zu Boden und erkannte Friquet.
„Nun, Burſche,“ fragte der Meßner,„was gibt es denn, daß Du es wagſt, mich in Ausübung meiner Functionen zu ſtören?“
„Herr Bazin,“ antwortete Friquet,„Herr Mail⸗ lard, Ihr wißt, der Weihwaſſergeber von Saint⸗ Eüſtache„
„Ja, weiter?“
„Er hat bei der Zänkerei einen Schwertſtreich auf den Kopf bekommen. Der große Rieſe, den Ihr dort ſeht, der mit den vielen Stickereien hat ihm denſelben gegeben.“
„Ja, und in dieſem Falle muß er ſehr krank ſein,“ ſprach Bazin.
„So krank, daß er ſtirbt, und gern vor ſeinem Tode dem Herrn Coadjutor beichten möchte, der, wie man ſagt, die Macht beſitzt, die groben Sünden zu vergeben.“
„Und er bildet ſich ein, der Coadjutor werde ſich ſeineiwegen ſtören laſſen?“
„Ja, allerdings, denn es ſcheint, der Herr Coad⸗ jutor hat es ihm verſprochen.“
„Wer ſagt Dir das?“
„Herr Maillard ſelbſt.“
„Du haſt ihn alſo geſehen?“
„Gewiß: ich war dabei, als er fiel.“
„Was haſt Du dort gemacht?“
„Ich ſchrie; Nieder mit Mazarin! Tod dem Car⸗ dinal! Den Ztaliener an den Galgen! Hießet Ihr mich nicht dieſes ſchreien?“
„Willſt Du wohl ſchweigen, kleiner Tölpel!“ ſprach Bazin und ſchaute unruhig umher.
„Der arme Herr Maillard ſprach alſo zu mir: „„Hole mir den Herrn Coadjutor, Friquet, und wenn Du mir ihn bringſt, ſo mache ich Dich zu meinem Erben.“ Sagt doch, Vater Bazin: der Erbe von


