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„Bei Gott! arcadiſch,“ antwortete Ange Pitou, in⸗ dem er ſich mit der Mündigkeit des Stolzes aufrichtete.
„Und dann weiter?“
„Was weiter?“
„Arcadien war das Land der Eſel und bei den Alten wie bei uns war asinus ſynonym mit stultus.“
„Ich wollte die Sache nicht ſo verſtehen,“ ſagte Pitou,„in Betracht, daß der Gedanke, der ſtrenge Geiſt meines würdigen Profeſſors könnte ſich bis zur Sathre erniedrigen, weit von mir entfernt war.“
Und der Abbé Fortier ſchaute ihn zum zweiten Male mit nicht minder tiefer Aufmerkſamkeit als das erſte Mal an.
„Bei meinem Wort,“ murmelte er, ein wenig be⸗ ſänftigt durch den Weihrauch ſeines Schülers,„es gibt Augenblicke, wo man darauf ſchwören würde, der Burſche ſei nicht ſo dumm, als er ausſieht.“
„Ah! Herr Abbé,“ ſagte Pitou, der, wenn nicht
die Worte des Profeſſors gehört, doch in ſeinem Geſicht den Ausdruck der Rückkehr zum Mitleid erhaſcht hatte, „verzeihen Sie mir, und Sie ſollen ſehen, welch ein ſchönes Thema ich morgen machen werde.“ „Nun denn! ich willige ein,“ erwiederte der Abbé, indem er zum Zeichen des Waffenſtillſtands ſeine Geißel in ſeinen Gürtel ſteckte und ſich Piton näherte, der auf dieſe friedliche Demonſtration an ſeinem Platze zu bleiben ſich entſchloß.
„Oh! ich danke, ich danke!“ rief der Schüler.
„Warte und danke nicht ſo raſch; ja, ich verzeihe Dir, doch unter einer Bedingung.“
Pitou neigte das Haupt und wartete mit Reſig⸗ nativn, da er der Willkür des Lehrers anheimge⸗ geben war.
„Unter der, daß Du mir ohne Fehler auf eine Frage antworteſt, die ich an Dich richten werde.“
„In lateiniſcher Sprache?“ fragte Piton ängſtlich.
„Lateiniſch,“ erwiederte der Profeſſor.


