Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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mit ungefähr tadelloſen Hoſen bekleibet; was ſie mit ihrer ſo ſehr berühmten Weisheit zu Gegenſtänden des Spottes oder ſogar des Haſſes für ihre minder gut ge⸗ kleideten und beſonders minder gut disciplinirten Ge⸗ fährten machte.

Außer den zwei genannten Klaſſen, die wir unter dem Namen ſpielende Schüler und vernünftige Schüler bezeichnet haben, beſtand noch eine dritte, die wir unter dem Namen träge Schüler bezeichnen werden, welche beinahe nie mit den Andern herauskam, um auf dem Schloßplatz zu ſpielen oder nach dem väter⸗ lichen Hauſe zurückzukehren, in Betracht, daß dieſe unglückliche Klaſſe beinahe beſtändig zurückgehalten blieb: während nämlich ihre Kameraden, nachdem ſie

ihre Ueberſetzungen und Aufgaben gemacht, mit dem Kreiſel

ſpielten oder Törtchen aßen, blieben dieſe Schüler an ihre Bänke oder vor ihre Pulte genagelt, um während der Erholungsſtunden die Ueberſetzungen und Aufgaben zu machen, die ſie während der Klaſſe nicht gemacht hatten, wenn nicht gar die Gewichtigkeit ihres Fehlers dem Zurückbehalten die höhere Strafe der Peitſche, der Ruthen oder der Schulgeißel beifügte.

Dergeſtalt, daß, wenn man, um in die Klaſſen zu⸗ rückzukehren, dem Wege gefolgt wäre, dem die Schüler, um hinauszugehen, in umgekehrter Richtung gefolgt waren, nachdem man längs einem Gäßchen hingegangen, das am Obſtgarten vorüberführte und ſodann in einen großen, für die inneren Reereativnen dienenden Hof ausmündete, beim Eintritt in dieſen Hof eine mächtige Stimme oben von der Treppe herab hätte können ſchallen hören, während ein Schüler, den unſere Geſchichts⸗ ſchreiber⸗Unparteilichkeit in die dritte Klaſſe, d. h. in die Klaſſe der Faulen einzureihen, uns zwingt, haſtig die Stufen herab ſtieg und dabei mit den Schultern die Bewegung machte, welche die Eſel anwenden, um ihren Reiter abzuwerfen, und die Schüler, die einen