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Vertrauen in den Dörfern iſt groß. Es brannte eine Lampe in dem Zimmer, in welchem ſich der Prieſter befand; Marie Michon ſpielte den reizendſten Cavalier der Welt, ſtieß die Thüre auf, ſteckte den Kopf hinein und verlangte Gaſtfreundſchaft.“
„„Sehr gerne, mein junger Cavalier,““ ſprach der Prieſter,„wenn Ihr Euch mit den Ueberreſten von meinem Abendbrod und der Hälfte meines Zimmers begnügen wollt.
„Die zwei Reiſenden beriethen ſich einen Augen⸗ blick. Der Prieſter hörte, wie ſie in ein Gelächter aus⸗ brachen; dann erwiederte der Herr oder vielmehr die Herrin:
„„Ich danke, Herr Pfarrer, und nehme es
„„Dann ſpeiſt und macht ſo wenig als möglich Geräuſch,““ verſetzte der Prieſter, denn ich bin auch den ganzen Tag umhergelaufen und es wäre mir nicht unangenehm, dieſe Nacht ſchlafen zu können.““
Frau von Chevreuſe ging offenbar von Verwun⸗ derung zu Erſtaunen und von Erſtaunen zu Verwun⸗ derung über. Ihr Antlitz nahm, während ſie Athos anſchaute, einen Ausdruck an, der ſich nicht wohl be⸗ ſchreiben läßt. Man ſah, daß ſie gerne geſprochen hätte, und dennoch ſchwieg ſie aus Furcht, eines von ſeinen Worten zu verlieren.
„Hernach?“ fragte ſie.
„Hernach,“ ſagte Athos,„ah! das iſt gerade das Schwierige.“
„Sprecht, ſprecht, ſprecht! man kann mir Alles ſagen. Ueberdies geht es nicht mich an; es iſt die Geſchichte von Mademoiſelle Marie Michon.“
„Ah, das iſt richtig,“ verſetzte Athos...„Nun
alſo, Marie Michon verzehrte die Ueberreſte des Abend⸗
brodes mit ihrer Dienerin und kehrte, nachdem ſie ge⸗ geſſen hatte, der ihr gegebenen Erlaubniß zu Folge in das Zimmer zurück, wo ihr Wirth ruhte, während deß ſich Ketth in einem Lehnſtuhle in dem erſten Zimmer,
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