Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 4.-6. Bändchen (1845) Vingt ans après
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Reihe von Zimmern durchwandern ließ, und blieb end⸗ lich vor einer geſchloſſenen Thüre ſtehen. Man befand ſich in einem Salvn. Athos machte dem Vicomte von Bragelonne ein Zeichen, da zu verweilen, wo er war.

Der Lackei öffnete und meldete den Herrn Grafen de la Fére.

Frau von Chevreuſe, von der wir ſo oft in unſerer Geſchichte von den drei Musketieren ſprachen, ohne je die Gelegenheit gehabt zu haben, ſie in die Scene zu bringen, galt immer noch für eine ſehr ſchöne Frau. Obgleich ſie zu dieſer Zeit 44 bis 45 Jahre alt war, ſo ſchien ſie doch kaum 38 bis 39 zu ſein. Sie beſaß immer noch ihre ſchönen blonden Haare, ihre großen, lebhaften, verſtändigen Augen, welche die In⸗ trigne ſo oft geöffnet und die Liebe ſo oft geſchloſſen hatte, und ihren Nymphenwuchs, welcher bewirkte, daß ſie, wenn man ſie von hinten ſah, immer noch das junge Mädchen zu ſein ſchien, das mit Anna von Oeſterreich in dem Graben der Tuilerien umherſprang, wodurch 1623 die Krone von Frankreich eines Erben beraubt wurde.

Es war übrigens immer noch das tolle Geſchöpf, vas ſeinen Liebſchaften ein ſolches Gepräge von Ori⸗ ginalität verliehen hatte, daß dieſelben beinahe zur Verherrlichung ihrer Familie dienten.

Die Herzogin befand ſich in einem kleinen Bou⸗ dvir, deſſen Fenſter auf den Garten ging. Dieſes Bou⸗ doir war nach einer Mode, welche Frau von Ram⸗ bouillet herbeigeführt hatte, als ſie ihr Haus baute, mit einer Art von blauem Damaſt mit Roſablumen und goldenem Laubwerk austapeziert. Es war eine große Coquetterie für eine Frau von dem Alter der Herzogin

von Cheſuſe⸗ in einem ſolchen Boudvir zu verweilen,

und beſonders ſo, wie ſie es war, auf ein Sofa ge⸗ lagert und den Kopf an die Wand gelehnt. Sie hielt in der Hand ein halb geöffnetes Buch