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willkommener geweſen, aber der Graf de la Féère hatte geſprochen, und er dachte nur daran, ihm zu gehorchen.
„Kleidet Euch ſorgfältig, Raoul,“ ſagte Athos, „man ſoll Euch ſchön finden.“
„Ich hoffe, Herr,“ erwiederte der Jüngling lächelnd, „es handelt ſich nicht um eine Heirath. Ihr kennt meine Verbindung mit Louiſe.“
Athos lächelte ebenfalls.
„Nein, ſeid ruhig,“ ſprach er,„obgleich ich Euch einer Frau vorſtellen werde.“
„Einer Frau?“ ſagte Raoul.
„Ja, ich wünſche ſogar, daß Ihr ſie liebtet.“
Der junge Menſch ſchaute den Grafen mit einer gewiſſen Unruhe an; aber das Lächeln von Athos be⸗ ruhigte ihn bald wieder.
„Und wie alt iſt ſie?“ fragte der Vicomte von Bragelonne.
Mein lieber Raoul, lernt ein für allemal,“ ſagte Athos, daß dies eine Frage iſt, welche man nie macht. Wenn Ihr auf dem Antlitz einer Frau ihr Alter leſen fönnt, ſo iſt es unnütz, ſie zu fragen, könnt Ihr es nicht, ſo iſt es indiseret.“
„Iſt ſie ſchön?“
„Vor ſechszehn Jahren galt ſie nicht nur für die ſchönſte, ſondern auch für die anmuthigſte Frau von Frankreich.“
Dieſe Antwort beruhigte den Vicomte völlig. Athos konnle keinen Plan mit ihm und mit einer Frau haben, welche ein Jahr früher, als er auf die Welt kam, für die hübſcheſte und anmuthigſte von Frankreich galt.
Er zog ſich alſo in ſein Zimmer zurück und be⸗ mühte ſich, mit der Coquetterie, welche der Jugend ſo gut ſteht, dem Auftrage von Athos Folge zu leiſten, das heißt, ſich ſo ſchön als möglich zu machen. Bei dem aber, was die Natur für ihn gethan hatte, war dies ein Leichtes.
Zwanzig Jahre nachher. 1I. 2


