Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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Ja, ſehen Sie zu, bis ich todt bin und das Geheimniß mit mir im Grabe ruht, ſtöhnte die Alte.Ganz nach Ihrem Belieben; ich habe das Geld nicht nöthig, und eben deshalb beharre ich auch ſo feſt bei meiner Forderung.

Der Marquis näherte ſich langſam der Thüre, er konnte ſich nicht entſchließen, die hohe Summe zu zahlen, ſo gerne er auch das Geheimniß erfahren hätte.

Sie werden fortfahren, Alles zu beobachten, was drüben vorfällt, ſagte er,ſollten Sie eine wichtige Entdeckung machen, ſo muß mir dieſelbe unverzüglich mitgetheilt werden. Ich hoffe, bald befriedigende Nachrichten von Ihnen zu erhalten.

Er nickte ihr zum Abſchied zu und ging hinaus, ſein Wagen er⸗ wartete ihn noch auf dem Boulevard la Vilette, er ſtieg ein und befahl dem Kutſcher, ihn heimzufahren.

Achtunddreißigſtes Kapitel.

In der eigenen Falle gefangen.

Am Abend deſſelben Tages, der Paris in ſo große Aufregung verſetzte, hatte Dorman ſeine Genoſſen in der Schenke Tabaret's um ſich verſammelt.

Es galt heute, die Beute aus den jüngſten Tagen zu theilen, mehrere Schatullen ſtanden auf dem Tiſche, einige Koffer und Kiſten auf dem Fußboden.

Der Tiſch war mit Flaſchen und Gläſern beladen, und die ge⸗ rötheten Geſichter der Vagabunden bewieſen, daß ſie dem Branntwein wacker zugeſprochen hatten.

Der kleine ſtruppige Kerl, der inzwiſchen der Vertraute Dorman's geworden war, ſaß neben ihm und überwachte mit ſcharfem Blick die Vertheilung der Banknoten, Goldſtücke und Schmuckſachen, und wenn hier oder da eine Stimme laut wurde, die ſich beſchweren wollte, ſo genügte ſchon ein drohender Blick dieſes Mannes, um ſie verſtummen zu laſſen.

Teufel, da iſt der Ring, den ich der alten Fran abzog, krächzte