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„Ah, dieſes elende, ſchändliche Weib! Ihre Rechnung iſt hoch
angelaufen, aber Geduld, der Tag der Abrechnung wird kommen.“ Wie der Ertränkende an den Strohhalm, ſo klammerte Segur 3
ſich jetzt an die Hoffnung, daß er ſich von der Schuld rein waſchen nichts
könne, wenn er die ganze Schuld der Wahrſagerin aufbürde. 1
„Sie hat mich dazu gezwungen“, ſagte er,„ſie hat den Wein einer
präparirt und dieſes Dokument anſertigen laſſen, ſie wollte die Hinter⸗ nohr 4 laſſenſchaft mit mir theilen.“—
„Sie hat Dich benutzt—4 „Ja, Henry, ſie—“ 9 „Keine Vertraulichkeit, mein Herr“, ſiel der Marquis ihm in's Wort,„ich glaube, Ihnen deutlich genug erklärt zu haben, daß zwiſchen uns eine Kluft liegt, die nie wieder ausgefüllt werden kann. Mit 1 einem Galeerenſträfling, einem Manne, der der Gulllotine verfallen 6 iſt, kann ich keine freundſchaftlichen Beziehungen unterhalten. Das Weib hat Sie benutzt, um ſich zu bereichern, aber nur ein Schurke kann ſich von einem ſolchen Weibe und zu ſolchen Handlungen benutzen laſſen.“
„Ich war von Sinnen—“ „Das iſt keine Entſchuldigung, mein Herr, ein Mann ſoll ſtets wiſſen, was er thut, er ſoll die Folgen ſeiner Handlung bedenken und vor Allem zurückbeben, was ſich mit der Ehre nicht vereinigen läßt.— Ich könnte die Wache rufen und Sie verhaften laſſen, die Beweiſe für Ihre Schuld ſind hier genügend vorhanden. Das Gericht würde Ihnen Zeit geben, über Ihre Sünden nachzudenken und wenn Sie nach Jahr und Tag das Zuchthaus, oder die Galeere wieder verließen, wären Sie einer jener Vagabunden, die ihr ganzes Leben hindurch im Zuchthauſe oder auf der Straße wohnen. Ich könnte noch kürzeren Prozeß niachen und Sie niederſchießen, kein Hahn würde nach Ihnen krähen, und die menſchliche Geſellſchaft wäre von einer Peſtbeule befreit. Aber ich erinnere mich, daß ich Sie einmal meinen— Freund nannte, und als das Werkzeug eines alten Weibes erſcheinen Sie mir heute ſo erbärmlich, daß ich auf jede Beſtrafung verzichte Gehen Sie, Herr von Segur, hier in dieſem Hauſe werden Sie das
. 8A,.„ ühm h Verbrechen nicht wiederholen!“ Lael 2 8..„. 7 zeht wiodor Fene Er zeigte auf die Thüre, der Wüſtling, deſſen Angſt jetzt wieder
6 dem Uebermuth gewichen war, lächelte höhniſch. „Ich hoffe, daß ich Ihnen noch einmal begegnen werde“, ſagte er.
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