Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Erſt in der Nue bleue, vor der Schenke des Vaters Tabaret, machte er Halt, und ohne ſich lange zu beſinnen, trat der elegante Herr in das ſchmutzige Haus, aus dem ein wahrer Peſtduſt ihm ent gegenwehte.

Vater Tabaret ſtand in der Thür, er ſchien den ſeltenen Gaſt erwartet zu haben, denn ohne lange zu fragen, führte er ihn in das⸗ ſelbe Zimmer, in welchem die Damen Leroi und Gourdin damals ihre ſauberen Pläne berathen hatten.

Heute ſaß die Wahrſagerin allein in dieſem Gemach, ſie lächelte ſpöttiſch, als Herr von Segur mit unverhohlenem Widerwillen den unſauberen Naum betrachtete.

Varlene Madame, dieſer Ort gefällt mir nicht, ſagte der Wüſt ling, die Naſe rümpfend,es wäre mir lieber geweſen, wenn die Zu⸗ ſammenkunft in Ihrer Wohnung ſtattgefunden hätte.

Ja, wenn man Alles haben könnte, wie man es gerne haben möchte! ſpottete Madame Leroi.In meiner Wohnung wären Sie den Freunden Louiſon's in die Hände gelaufen. Der andere Burſche iſt heute Morgen auch wieder heimgekommen, er hat einen Freund mitgebracht, ihrer ſind jetzt drei. Haben Sie Luſt, die Wucht ihrer Fäuſte zu erproben?

Hol' ſie alleſammt der Teufel! knirſchte Segur wüthend.

Na, wer weiß, was noch geſchieht! Nur immer Eile mit Weile. Was haben Sie ausgerichtet?.

Hier iſt der Brief. Das alte Weib ergriff haſtig das Schreiben, welches Segur auf den Tiſch geworfen hatte, ſie erbrach behutſam das Siegel und las. Sieh' da, wie rührend der alte Schuft werden kann, höhnte ſie. Das hätte ich dieſer eingetrockneten Seele nicht zugetraut! Ich hoffe, dieſer Brief wird genügen. Natürlich, wir haben ja die Handſchrift, das Siegel und die Unterſchrift. Und wann kann das Dokument fertig ſein? 2Uebermorgen. Das wäre zu ſpät, ſagte der Wüſtling,ich muß es heute noch erhalten, die ganze Geſchichte muß heute Abend geordnet werden. Madame Leroi blickte befremdet auf. Aus welchen Gründen? fragte ſie.Was man übereilt, geräth ſelten gut.