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magſt, es wird Dir doch nicht gelingen, meine Liebe mit dem Gift Deines Hohnes zu begeifern. Ich wollte ſie damals anreden, aber ſie war ver⸗ ſchwunden, ehe ich meine Faſſung wiedergefunden hatte.“
„Und nun mußt Du erfahren, daß ein Proletarier ihr Herz ge⸗ wonnen hat!“
„Und wenn es der Fall wäre, und dieſe Liebe machte ſie glücklich, dann würde ich ihrem Glücke nicht in den Weg treten!“
„Ha, das ſind Anſichten“, entgegnete Herr von Segur höhniſch, „was mich betrifft, ſo werde ich alle Hebel in Bewegung ſetzen, und vor keinem Mittel zurdlſchi ecken, um die ſchöne Töchter Pierre Ban⸗ dau's zu gewinnen.“
„Nimm Dich in Acht“, warnte der Marquis,„Louiſon könnte den Kampf mit Dir aufnehmen, und P zepie Bandau iſt auch nicht der Mann, der ſo leicht ſich betrügen läßt
„Ah bah, dem verführeriſchen Glanz des Goldes kann kein Mädchen widerſtehen!
„Vielleicht keine von denen, die Du bisher kennen lernteſt, aber Louiſon könnte doch eine A usnahme machen.“
„Sb gibt es andere Mittel, den Eigenſinn des Mädchens zu beugen.“
Wieder flammte es in den dunklen Augen des Marquis auf, und abermals traf ein zornglühender Blick den Wüſtling, der mit ſelbſt gefälligem Lächeln an den Spitzen ſeines ſchwarzen Schnurrbarts drehte.
„Du ſprichſt von anderen Mitteln!“ ſagte er mit bebender Stimme. „Sch glaube, errathen zu können, was Du darunter verſtehſt. Hüte Dich, Victor, ich werde nicht dulden, daß die Taube von den Krallen des Geiers zerfleiſcht wird; ich werde nicht ſchweigen, wenn ein Mit glied unſeres Bundes Menſcheurecht und Menſchenwürde in den Koth. treten will. Hier iſt die Grenze, die auch mein vertrauteſter Freund nicht überſchreiten darf, wenn er nicht meinen Zorn und die Vergel⸗ tung herausfordern will! Wenn Louiſon aus freiem Antriebe ſich in Deine Arme wirft, ſo werde ich es gut heißen, ſelbſt für den Fall, daß Pierre Bandau betrogen werden müßte, aber willſt Du ſie zwingen, Deinen Verlockungen Gehör zu ſchenken, willſt Du durch Betrug oder Gewalt ſie auf die Bahn der Schande und des Ver⸗ derbens führen, dann ſieh Dich vor, ich werde der Beſchützer des Mädchens ſein.“


