Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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im Schweiße ſeines Angeſichts ſein

Brod verdienen muß.

Es leben die Arbeiter! riefen Einzelne.Es lebe die Republik! Nieder mit den Spionen und Verräthern!

Hei, und wer ſeid Ihr denn? fragte der Bucklige mit einem boshaften Blick auf den Vertheidiger des Bedrohten.

Erneſt Lafleur, Tiſchler und Nationalgardiſt, lautete die Ant⸗ wort, die in feſtem, ruhigem Tone gegeben wurde.Man wird mich auf den Wällen von Paris finden, wenn die Preußen kommen, mich und dieſen hier, den Ihr einen Verräther nennt. Wir werden unſer Herzblut für Frankreich vergießen, vielleicht kriecht an demſelben Tage dieſer krumme, bucklige Hund unter die Bettdecke.

Schallendes Gelächter belohnte dieſen Ausfall gegen den Buckligen, der vor Wuth zitterte und ſich nun dem Spott und Hohn der Menge ausgeſetzt ſah.

Erneſt aber ſchob ſeinen Arm in den des Freundes und ſchritt mit ihm von dannen, Niemand dachte daran, die Beiden aufzuhalten, die Aufmerkſamkeit der Menge war bereits von andern Dingen in Anſpruch genommen.

. Ein Zug Stadtſergeanten marſchirte vorbei, ohne Waffen, das Volk hatte ihnen die Degen abgenommen, man verhöhnte jetzt die Polizeibeamten, die man bisher ſo ſehr gefürchtet hatte. Das Ge⸗ dränge auf den Boulevards wurde immer ſchlimmer, die Menſchen umarmten und küßten ſich, ein an Wahnſinn grenzender Jubel hatte ſich aller Gemüther bemächtigt.

Die Rufe:Es lebe die Republik! Nieder mit den Preußen! übertönten den Lärm, der immer mächtiger anſchwoll und dem Rau⸗ ſchen und Toſen der Meereswogen glich. Die Bataillone der Na⸗ tionalgarden von Belleville und Montmartre marſchirten vorbei, die Marfeillaiſe ſingend und von den jubelnden Zurufen der Volksmaſſen begrüßt. Infanterie, Zuaven, Mobilgarde und Franctireurs er⸗ ſchienen Arm in Arm, und überall war man beſchäftigt, Alles zu zerſtören, was an das Kaiſerreich erinnerte.

Die Büſten Napoleon's, die kaiſerlichen Wappen über den Thüren der Hoflieferanten, die Embleme der geſtürzten Regierung, alles das lag in Trümmern auf der Straße, man wollte durch nichts mehr an die napoleoniſche Familie erinnert ſein.

Und dann ordneten plötzlich, wie von einem einzigen Gedanken