Teil eines Werkes 
3. Band (1871)
Entstehung
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beſchreibbarer Ausdruck hölliſcher Folterqualen lag, regungslos auf den Erzähler.

Und dieſe Geſchichte, wagte er kaum hörbar zu flüſtern,ſie ereignete ſich wo?

In Bengalen, antwortete Holms kalt.Seit der Vermählung des Sklavenkindes mit den reichen Pflanzer mögen wohl etwas über fünfundzwanzig Jahre verfloſſen ſein. Beide leben noch und ſind glück⸗ lich. Aber höre mich ohne Unterbrechung weiter an! Kanut führte in eigener Perſon die Braut dem Bräutigam zu. In dem Zuge befand ſich auch die Sklavin Manga, Hingo's kluges Weib. Hingo wollte dieſe Gelegenheit zu Manga's Befreiung benützen. Ein Schuß ſollte den Brautzug in Verwirrung bringen und die Flucht ermöglichen. Die Kugel aber traf ſo un⸗ glücklich, daß ſie Hingo's Weib todt zu Boden ſtreckte. Der Schmerz des Gatten, der ſo wider Willen der Mörder ſeines eigenen Weibes geworden war, entzieht ſich jeder Beſchreibung. Mingo weihte ſich im Blute der Erſchlagenen zum letzten Acte ſeiner Sendung, denn noch war die Rache nicht vollendet, noch war Kanut nicht elend genug geworden, noch beſaß er einen Sohn, der ihm über Alles im Himmel und auf Erden galt. Mingo lockte den Sohn in ſeine Schlingen, und ſendete dann deſſen in Stücke zerriſſenen Körper dem Vater zu: