Teil eines Werkes 
3. Band (1871)
Entstehung
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lich vor meinem Zlicke die Wirklichkeit lichthell er⸗ ſcheinen und der Humoriſt in mir gewinnt die Ober⸗ hand. Ich will Dir eine Geſchichte erzählen, die mir noch ſtets durch dick und dünn geholfen.

Ums Himmelswillen, Holms, jetzt keine Ge⸗ ſchichte!

Du mußt hören, Freundchen, Du mußt! Ich bin Dein Arzt und laſſe Dich nicht aus. Die Ge⸗ ſchichte ſpielt in Bengalen und begann vor etwas mehr als vierzig Jahren. Kanut, ein Genie, dem weder Gott noch Teufel etwas galt, kaufte ein Sklavenpärchen, Hingo und Manga. Das Pärchen war, ich weiß nicht nach welchem Ritus, getraut. Seine Ehe galt nach bengaliſchem Geſetz für unauflösbar und Kanut hatte, als er das Pärchen erhandelt, die Pflicht übernommen dieß Ehegeſetz zu achten. Noch am Tage des Kaufes aber brach Kanut ſeine Pflicht, und das mit Recht, denn er wollte nur die Manga als Wärterin für ſein eigenes Weib Kanubia behalten und Hingo's Wieder⸗ verkauf trug ihm die volle Summe ein, die er eben für Beide bezahlt hatte. Es war alſo ein vernünftiges Geſchäft. Hingo ſah jedoch dieß nicht ein und war ſo unvernünftig, den klugen Kanut um ſein Recht zu bitten. Kanut hörte ihn ruhig an und fällte dann, wie ſich's für ein Genie ziemt, den ſalomoniſchen Ur⸗

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