Teil eines Werkes 
3. Band (1871)
Entstehung
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„Er mag mein Abſchiedswort hier finden, wenn er zurückkehrt. Ach, Vetter, mir iſt ſo ſeltſam zu Muthe. Ich ſollte mich freuen, und doch iſt mein Herz ſo voll Wehmuth, daß es zerſpringen möchte.“

„Mathilde!“

„O, ich gehe gern mit Ihnen; aber das verlorene Daſein, das hinter mir liegt, werde ich nie, nie ver⸗ geſſen können. Seit mehr als zwanzig Jahren iſt es heute das erſte Mal, daß ich wieder einem Menſchen gegenüberſtehe, mit dem ich offen ſprechen darf, das erſte Mal, ſeit Fiore mir entriſſen ward—“

„Fiore?“ fiel Balduin ein.„Iſt das der Name Ihrer Freundin, von der Sie vorhin ſprachen? War ſie eine Negerin?“

„Ich hatte ſie“, erwiderte Mathilde und neigte be⸗ jahend den Kopf,„ich hatte ſie aus der Sklaverei los⸗ gekauft, weil ich und Dallmer durch ihre Klugheit aus Eskobadi's Klauen befreit worden waren. Eines Tages ſendete Dallmer ſie mit einem Briefe in die Stadt. Sie kehrte nicht wieder zurück und man ſagte mir, daß ſie Räubern in die Hände gefallen und mit ihnen ſpur⸗ los verſchwunden ſei.“

„Mit Räubern ſpurlos verſchwunden? Nein, Ma⸗ thilde! Dallmer ſelbſt hatte ſie in Charleston auf offenem Markte durch einen ſeiner Agenten verkauft. Kürzlich