Teil eines Werkes 
3. Band (1871)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18

Anna in Mexiko oder, falls dieſe ohne Nachkommen⸗ ſchaft geblieben ſein ſollte, die Nachkommen ſeines Bru⸗ ders in Schwaben zu Univerſalerben eingeſetzt ſind.

Mein Gott, fiel Mathilde tief gerührt ihm ins

Wort,Geld und Teſtament ſind Nebenſache. Wenn

Sie wollen, ſo nehmen Sie die Erbſchaft meines Groß⸗

vaters und bleiben Sie mir dafür ein lieber Ver⸗

wandter! Ich bin reich an Geld, aber arm an Freunden.

Sie ſcheinen nicht glücklich zu ſein, Sennora, entgegnete der Fremde beſtürzt.

Mathilde ſeufzte und ſchwieg.

Während der dadurch entſtandenen Pauſe fiel das Auge des Fremden zufällig auf ein an der Wand hän⸗ gendes Bild. Er ſtarrte daſſelbe mit dem Ausdrucke höchſter Ueberraſchung an und flüſterte dann unwill⸗ kürlich halb für ſich hin:

Welch auffallende Aehnlichkeit!

Es iſt das Portrait meines Gemahls, bemerkte Mathilde erklärend.So ſah er aus, als ich vor fünfundzwanzig Jahren mich von ihm zum Traualtare führen ließ.

Das Portrait Ihres Gemahls? wiederholte der Fremde im Tone noch größerer Ueberraſchung.Und führte Ihr Herr Gemahl von jeher den Namen Dall⸗ mavi?

ſ