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Hände. Ja, halb Puebla trauerte um das ermordete Mädchen. Nur Du, ſeine Mutter, hatteſt kein Zeichen des Schmerzes für Deine unglückliche Tochter, keine Thräne auf ihr frühes Grab! Malva, Du biſt mir ein unheimliches Räthſel geworden, und wenn Du Deine unbegreifliche Kälte über Alma's Verluſt vor mir nicht zu rechtfertigen vermagſt, ſo muß ich mich zwingen, Dich in Zukunft nicht zu haſſen.“
Ottilie ſchwieg und ließ ihr Auge forſchend auf Malva's Geſichte ruhen. Malva blickte ſinnend vor ſich hin, und ſchien einen ſchweren Kampf mit ſich ſelbſt zu kämpfen. Endlich begann ſie:
„Erlaubt die Sennorina, daß ich die Thüre ver⸗ ſchließe?“
„Warum das, Malva?“
„Ich habe der Sennorina ein Geheimniß mitzu⸗ theilen,— ein Geheimniß, das für Sie und für mich von höchſter Wichtigkeit iſt.“
„So ſchließe“, entgegnete Ottilie erwartungsvoll.
Nachdem Malva die Thüre feſt verriegelt hatte und dann wieder näher getreten war, flüſterte ſie leiſe:
„Alma war nicht meine Tochter.“
„Und weſſen Tochter war ſie denn?“ ſiel Ottilie im Tone höchſter Ueberraſchung ein.
„Die Tochter unſers ärgſten Todfeindes“, ver⸗ 1*


