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hatte nicht auch Malva an demſelben Tage ein Kind geboren? Ja, ja, ſo war's. Malva, nur Malva alſo könnte den dunkeln Knäuel entwirren. Sie ſoll mir Rede ſtehen, ſie ſoll beeennen, was in jener Nacht ge⸗ ſchah! Und das ſogleich, müßte ich ihr auch das Ge⸗ ſtändniß durch die Qualen der Folter entreißen.“
Er ſprang auf und eilte gegen die Thüre. Dann hielt er plötzlich wieder inne:
„Und wenn ſie mir nun ſagt:„Ja, Alma iſt Dein Kind““, was dann? Weckt das die Todté wie⸗ der auf? Hätte ich nicht dadurch nur mich ſelbſt zum Mörder meiner eigenen Tochter geſtempelt? Nein, nein, ich will nichts davon wiſſen! Es bleibe in Dunkel ge⸗ hüllt,— in ewig undurchdringliches Dunkel! Ottilie, die bis heute als mein Kind galt, ſei es auch in Zu⸗ kunft! Jetzt muß ſie es ſein, jetzt iſt ſie es, weil ich will, daß ſie es ſei.“
Er ſtreckte ſich wieder auf den Divan und ließ den Kopf auf ſeinen kreuzweiſe über einander gelegten Händen ruhen:
„Geſchehen iſt geſchehen. Ach, die Hand, die über Millionen gebietet, vermag nicht, die Folgen eines einzigen übereilten Dolchſtoßes aufzuhalten!“
Wieder lachte er dämoniſch auf wie Jemand, an deſſen Hirn faſt ſchon der Wahnſinn rüttelt.


