Teil eines Werkes 
2. Band (1871)
Entstehung
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160 Er griff nach einer noch unberührten Flaſche und

entwickelte fortan eine Munterkeit, die gerade durch ihre Uebertreibung bewies, daß ſie nur erzwungen war.

Zum Glücke für ihn machte die einbrechende Dunkel⸗

heit dieſer Scene bald ein Ende, ſonſt hätte ſein ſelt⸗ ſames Benehmen allgemein auffallen müſſen. Auf ein

vom Orcheſter gegebenes Zeichen erhoben ſich plötzlich

alle Gäſte und eilten in den Garten hinaus, denn ſie erwarteten, daß dort nun ein in Puebla bisher noch nie geſehenes Schauſpiel beginne. Schon während des Banketts hatte ſich nämlich das Gerücht verbreitet, Dallmavi werde zum Schluſſe der Luſtbarkeiten noch eine Augenweide bieten, welche der den Beinamendas Rom der Mexikaner führenden Stadt Puebla würdig ſein und einen echt römiſchen Charakter tragen werde. Alles harrte mit geſpannter Erwartung der Dinge, die nun kommen ſollten. In einem abgelegenen Theile der Gärten ſtand ein improviſirtes Caſtell, welches aus Papierſtreifen erbaut zu ſein ſchien. Es hatte die runde Geſtalt und

Höhe der Engelsburg zu Rom. Auf den Zinnen er⸗

blickte man, ſtatt eines Thurmes, einen rieſigen Engel mit flammendem Schwerte.

Ein Kanonenſchuß aus dem Innern dieſes Ca⸗ ſtells ſchien den Beginn des neuen Schauſpiels zu ver⸗