Teil eines Werkes 
2. Band (1871)
Entstehung
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154 eine andere Phyſiognomie erhalten. Es beginnen jene bei den Schwelgereien der Sklavenzüchter nie fehlenden Auftritte, die wir, ohne ſelbſt zu erröthen, unſern Le⸗ ſern unmöglich näher beſchreiben können.

An einem der Tiſche ſaßen Dallmavi und Esko⸗ badi, ihnen gegenüber Alberto und Higaldo. Dall⸗ mavi war aufgeräumter, als wir ihn je geſehen. Sein Blick folgte gierig dem üppigen Schauſpiele, welches er durch ſeinen Harem den Gäſten ſo eben vorführen ließ. Alberto und Higaldo ſaßen ſtill in ſich gekehrt da; andere Gedanken, als die von der eben gebotenen Augenweide erzeugten, ſchienen ihre Herzen zu beſchäf⸗ tigen. Eskobadi blickte ſelbſtgefällig auf ſeinen Wirth, der

in dieſem Augenblick keine Ahnung davon zu haben ſchien,

daß in nicht weiter Ferne ſchon die Pulverminen unter eine Brücke gelegt wurden, über die er ſelbſt in Bälde hinüberwandern mußte keine Ahnung davon, daß viel⸗ leicht ſchon in der nächſten Sekunde eine längſt für überwunden gehaltene Schreckgeſtalt neu vor ſeinen Augen emporgaukeln könnte.

Das muß ich ſagen, Dallmavi, begann Eskobadi

und legte ſeine Hand auf die Schulter des Angeredeten,

Du weißt zu leben und Leben zu ſchaffen. Stoß an auf Revanche für dieſen Genuß, auf Revanche bei Deinem Beſuche in Eskobadi's Caſtell!