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„Dennoch werde ich Dir beweiſen, daß Du Dich getäuſcht“, warf Dallmavi raſch ein und fuhr in einem Tone, der ſeiner plötzlichen Herzlichkeit wegen ſich dem Verdachte der Heuchelei nur ſchwer entzog, eifrig fort: „ unſre bisherige Entzweiung beruht auf einer Verſchie⸗ denheit unſerer Anſchauungen. Würdeſt Du das Leben ſo nehmen, wie es in Wahrheit iſt, ſo hätteſt Du längſt erkennen müſſen, daß wir beide eigentlich das gleiche Ziel anſtreben und daß wir Beide demgemäß entweder gleich gut oder gleich ſchlecht ſind. Du ſuchſt in der Beſchaffenheit des Charakters das Fundament für die irdiſche Glückſeligkeit, ich dagegen kann eine ſichere Grundlage nur im Gewichte der materiellen Stützen erkennen. Sobald ich ſo viel Geld, als nach meiner An⸗ ſicht hierzu erforderlich iſt, mir erworben habe, ſo wird ſich auch unſer Zwieſpalt in Harmonie auflöſen.“
Mathilde ſchüttelte ſchweigend den Kopf. Dall⸗ mavi fuhr, ohne darauf zu achten, langſam fort:
„Und was Deinen geſtrigen Verluſt betrifft, ſo tröſte Dich mit dem unumſtößlichen Erfahrungsſatze, daß Alles auf der Welt ſich erſetzen läßt. Freilich iſt es fatal, daß Dir gerade jetzt eine zuverläſſige Dienerin fehlt. Das erfreuliche Ereigniß, welches unſere Fami⸗ lie demnächſt um ein menſchliches Weſen vermehren wird, läßt ſich nicht bis zu Fiorens Rückkehr verſchie⸗


