Teil eines Werkes 
2. Band (1871)
Entstehung
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Nach einiger Zeit trat Fiore mit dem kleinen Maurizio ein.

Mama weint! ſagte das Kind herzig und trip⸗ pelte an den Divan.

Mathilde hob ihren Liebling zu ſich empor und überſchüttete ihn mit Küßen.Wieder, ſagte ſie, wieder, wie ſchon einmal, biſt Du mein Alles. Früher war ich arm und doch, wenn ich Dich ſah, dünkte ich mich reich. Jetzt beſitze ich was mir damals zu fehlen ſchien, und jetzt bin ich nur um ſo ſchlimmer dran. O Hoffnung, wo iſt Dein Syrenenlächeln? Dahin, auf immer dahin!

Sie verhüllte ihr Geſicht und brach aufs Neue in einen Strom von Thränen aus.

Fiore trat näher und begann mit faſt zärtlicher Theilnahme:Sennore Dallmavi, ſcheint's, hat Dich wieder einmal bös gekränkt!

Hörteſt Du unſer Geſpräch?

Nein, Sennora, aber ich ſah ihn die Treppe hin⸗ unter eilen und las in ſeinem Geſichte mehr, als mir zu entdecken lieb war. Er muß Dich ſchwer beleidigt haben.

Er zeigte mir nur ſein wahres Geſicht und ich kann mich darüber nicht beklagen, denn ich war ge⸗ warnt, gewarnt von Dir und von einem treuen Freunde,