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waltende Vorſehung deßhalb gerade Dich ſo innig mit dem früheſten Kindeserwachen meines Geiſtes verfloch⸗ ten, um durch den heutigen Riß mir den erſten Weihe⸗ grad zu dem Berufe zu gewähren, den ich mir erwählt und der ſo unendlich hoch über dem gemeinen Ziele liegt, welchem Du entgegen jagſt. Wenigſtens will ich die Erfahrungen dieſes Tages ſo deuten, um nicht dem Geſchicke zürnen zu müſſen, welches mich als Knaben in Freundſchaft mit Dir verband. Wenn Du auch nie mehr meine Stimme hörſt, ſo wirſt Du doch die Er⸗ innerung an mich nicht aus Deinem Bewußtſein her⸗ ausreißen können. Werde dieſe Erinnerung, der Du vielleicht jahrelang fluchſt,— werde ſie endlich noch Dein warnender Engel, ehe die Umkehr für Dich zu ſpät iſt! Und nun— lebewohl!“
Während Karl dieß ſprach, rollten Thränen über ſeine Wangen herab; und mit dem letzten Worte war er ſchon von der Terraſſe verſchwunden, ohne dem Zu⸗ rückbleibenden die Hand zu reichen oder nochmal gegen ihn umzuſehen.
Es war ein Abſchied für lange ereignißreiche Jahre geweſen. Die zwei Männer, die in der erſten Blüthe ihrer Manneskraft hier ſo von einander gingen, begeg⸗ neten ſich erſt nach anderthalb Vierteljahrhunderten wieder. Wie werden ſie einander dann wohl gegenüber


