Teil eines Werkes 
1. Band (1871)
Entstehung
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zu ſenken. Die zwei jungen Männer befanden ſich jetzt allein auf der Terraſſe und konnten alſo ungeſtört die Angelegenheit beſprechen, wegen welcher ſie mitſammen hierher gekommen waren.

Deſſenungeachtet ſaßen Beide im Anfange ſich ſtumm gegenüber. Karl ſchien ſeinem Jugendfreund die Ehre des erſten Wortes überlaſſen zu wollen, und Julius kämpfte in ſeinem Innern ſichtlich mit einer leicht begreiflichen Beklommenheit, die ihn nicht ſogleich den Schlüſſel zu einem Geſpräche finden ließ, bei wel⸗ chem es ſich für den zu Ueberredenden muthmaßlich um weit mehr handelte, als bloß um einen ehrlichen Wechſel ſeines bisherigen Standes und Berufes. End⸗ lich unterbrach Karl die peinliche Stille:

Warum haſt Du den ältlichen Herrn, als Du bei Deinem Eintreten ſo nahe an ihm vorüber gingſt, keines Grußes gewürdigt? Kannteſt Du ihn vielleicht nicht mehr?

Julius wurde purpurroth und ſtotterte in höchſter Verlegenheit:Du weißt alſo, daß dieſer Herr mein bisheriger Principal war?

Alles weiß ich, ſagte Karl ſtreng.Als er vor acht Tagen entdeckte, was Du ſchon ſeit Jahren in ſeinem Laden getrieben, gab er Dir einfach die Ent⸗ laſſung und Du dürfteſt ihm dafür wohl dankbar