Teil eines Werkes 
1. Band (1871)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

25

Ohne etwas zu entgegnen, erhob ſich Julius mit einer Eile, die faſt der Willfährigkeit des gehorſamen Dieners gegen ſeinen Herrn glich. Der Kupferfarbige verbeugte ſich nochmals artig gegen Karl und verſchwand dann raſch hinter dem Hauſe. Julius folgte ihm ſchwei⸗ gend nach.

Der ältliche Herr unter der Laube, welcher dieſen Auftritt beobachtet hatte und den Abgehenden befrem⸗ det nachſah, ſchüttelte unwillig den Kopf. Karl theilte deſſen Befremden. Ueberlaſſen wir jedoch dieſe vor⸗ läufig ihren Selbſtbetrachtungen, um das Rendezvous des Halbindianers mit dem deutſchen Commis zu be⸗ lauſchen.

Der Farbige hatte behenden Schrittes den Pfad eingeſchlagen, welcher in das Dorf Schachen hinauf⸗ führt. Etwa auf der Mitte des Weges zwiſchen dem Bad und der längs des Seeufers ſich hinſchlängelnden Fahrſtraße hielt er unter einem Rebengelände inne und warf nach allen Seiten hin einen ſpionirenden Blick. Nachdem er ſich überzeugt zu haben ſchien, daß außer ſeinem Begleiter kein menſchliches Weſen in der Nähe war, hub er an:

Wenn ich Ihren Wink richtig deutete, ſo iſt Ihr Freund auf meinen Antrag noch nicht vorbereitet?

Noch nicht, entgegnete Julius.Karl hat ſich