Zweites Kapitel.
Verſchiedene Lebenspfade.
„Nicht die Meilen ſind es, welche die Gemüther trennen. Es ſind die fremden Gedanken, der Dunſt des Eiteln, die Geſchäftigeit des niedern Lebens.“
Koſegarten.
Als die zwei jungen Männer in die Sommerloka⸗ litäten des Schachenbades eintraten, befanden ſich auf der Terraſſe, die an den See ausmündet, nur wenige Gäſte. Ein ältlicher Herr, unter deſſen breitkrämpigem Hut ein Geſicht voll Zufriedenheit und innerer Seelen⸗ ruhe hervorguckte, trank in der ſchattenreichen Garten⸗ laube ſo eben ſeinen Nachmittags⸗Kaffee und ſchmauchte dabei behäbig ein Pfeiſchen Tabak. Man konnte in ihm auf den erſten Blick einen Bürger der alten reichs⸗ ſtädtiſchen Inſel erkennen.


