Teil eines Werkes 
1. Band (1871)
Entstehung
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ſpiels, die Großartigkeit dieſes landſchaftlichen Bildes,

dieſe koloſſale gegen Süden bis zum Himmel empor⸗ ragende und gegen Weſten in ſanfte Anhöhen aus⸗ laufende Gebirgskette, dieſer unabſehbare Kranz von Städten, Dörfern, Schlöſſern und Gehöften, welche das majeſtätiſche Seeufer von Bregenz bis Conſtanz zieren, ſie alle ſchienen für ihn nicht zu beſtehen. Selbſt die Ankunft eines Jünglings von ungefähr gleichem Alter, der in der Richtung von Waſſerburg her den Hügel langſam erſtiegen und hart neben ihm auf dem Geländer Platz genommen hatte, wurde von ihm nicht bemerkt.

Der Neuankömmling blickte die regungslos da⸗ ſitzende Geſtalt einige Minuten lang ſchweigend an Dann klopfte er ihr ſanft auf die Achſel:

Biſt Du's noch leibhaft und lebendig? oder hat irgend ein Kobold Dich als Marmorſtatue hierher auf mein Lieblingsplätzchen gezaubert?

Der Angeredete fuhr auf wie Jemand, der ſich auf einem unlautern Gedanken plötzlich ertappt wähnt

und darüber erſchreckt. Als er jedoch dem Neuan⸗

kömmling näher ins Antlitz geſehen, ſchüttelte er herz⸗

lich deſſen Hand und begann:

Endlich Karl, endlich biſt Du da. Ich habe auf der Terraſſe des Schachenbades ſchon eine volle Stunde auf Dich gewartet