Jahrgang 
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zündet, Hamet's Haufe war ſchon vorüber, ehe die ge⸗ ringſte Streitmacht ſich zu ſammeln vermochte, und man konnte ſie nur, gleich einem Orkan an der Verwuͤſtung ver⸗ folgen, die ſie verheerend und plündernd hervorgebracht.

Hamet gelangte ſicher in die Serrania de Ronda zu⸗

luck, frohlockend über ſeinen erfolgreichen Streifzug. Die Bergſchluchten wurden mit langen Viehheerden und Scha⸗ fen aus den Campina der Medina Sidonia erfüllt. Auch ſah man Maulthiere mit dem Raub aus den Dörfern beladen und jeder Krieger hatte irgend eine koſtbare Beute von Juwelen für ſeine begünſtigte Herrin.

Als El Zegri ſich Ronda näherte, ward er aus ſei⸗ nem geträumten Triumph durch das Getös des ſchweren Geſchützes aufgeſchreckt, welches durch die Bergengen brüllte. Es ahnte ihm nichts Gutes, er drückte ſeinem Roſſe die Sporn ein, und ſprengte der ſäumenden Beu⸗ teheerde voran.

Je mehr er ſich näherte, deſto heftiger ward das Ge⸗ töſe des Geſchützes, welches von Klippe zu Klippe wi⸗ derhallte. Er ſpornte ſein Roß einer zackigen Anhöhe hinauf, welche eine weite Ausſicht gewährte, und erſchaute zu ſeiner Beſtürzung das Land weiß von den Zelten eines Belagerungsheers. Die königliche Fahne, welche vor einem prächtigen Zelt entfaltet war, zeigte, daß Ferdinand ſelbſt gegenwärtig ſey, während das immerwährende Blitzen und Donnern der Geſchütze und die Maſſen des über⸗ hangenden Rauchs verrieth, daß das Werk der Zerſtö⸗

rung in vollem Gange ſey.