Platzes und ſeiner Beſatzung bekannt machte, und ihm verrieth, daß der Augenblick zu einem Angriff günſtig ſey. Deßwegen drang der Marquis in den. König, die⸗ ſen kritiſchen Zeitpunkt zu ergreifen, und ſich eines Or⸗ tes zu bemächtigen, der eine der ſtärkſten mauriſchen Feſten auf der Grenze wäre, und in den Händen Ha⸗ met's El Zegri die Geißel von ganz Andaluſſen geweſen.
Der gute Marquis hatte noch einen andern Beweg⸗ grund bei ſeinem Rath, welcher aber einem wahren, ed⸗ len Ritter ſehr anſtändig war. In den tiefen Kerkern von Ronda ſeufzten mehrere ſeiner Waffengefährten, wel⸗ che bei der Niederlage in der Ararquia gefangen genommen worden. Ihre Feſſeln zu brechen, und ſie der Freiheit und dem Lichte zurückzugeben, hielt er für beſondre Pflicht, da er einer von denen geweſen, welche dieſe un⸗ ſelige Unternehmung am meiſten gefördert hatten.
König Ferdinand hörte auf den Rath des Marquis. Er wußte, von welcher Wichtigkeit Ronda war, da es als der Schlüſſel vom Königreich Granada angeſehen wurde; auch wollte er die Einwohner für die Hülfelei⸗ ſtung beſtrafen, die ſie der Beſatzung in Coin hatten widerfahren laſſen..
Die Belagerung von Malaga wurde daher für jetzt aufgegeben, und Vorkehrungen zu einer raſchen, gehei⸗ men Bewegung gegen die Stadt Ronda getroffen.
Irving's Granada. 1— 3.


