— 223—
Der Widerſtand der Einwohner, wenn auch von der
Kraft der Gomeren unterſtützt, war von keinem Erfolg. Das Belagerungsgeſchütz der Chriſten zerſtörte ihre Wälle, brennbare Stoffe wurden in ihre Stadt geworſen, wel⸗ che an verſchiednen Orten in Feuer aufging, und ſte ſelbſt ſahen ſich endlich zum Unterhandeln gezwungen.
Es wurde ihnen vergönnt, mit ihren Habſeligkeiten, und den Gomeren mit ihren Waffen auszuziehn. Hamet El Zegri und ſein Afrikaniſches Volk brach hervor und ritt ſtolz durch das chriſtliche Lager, auch konnten die Spaniſchen Ritter ſich nicht enthalten, jenen kühnen Krieger und ſeine getreuen, furchtloſen Begleiter mit Bewunderung anzuſtaunen.
Der Eroberung von Coin folgte die von Cartama. Die Befeſtigungen der letztren Stadt wurden hergeſtellt und gehörig bemannt; aber Coin, das zu ausgedehnt war, um von einer mäßigen Streitmacht vertheidigt zu werden, ſah ſeine Wälle abtragen. Die Belagerung dieſer Orte brachte ſolches Schrecken über das umliegende Land, daß die Mauren in vielen der benachbarten Städte ihre Heimath verließen, und mit ihren Habſeligkeiten, ſo weit ſie ſie fortſchaffen konnten, davon flohen. Daher gab denn der König Befehl ihre Wälle und Thürme zu zerſtören.
König Ferdinand ließ jetzt ſein Lager und ſein ſchwe⸗ res Geſchütz bei Cartama und hegab ſich mit ſeinen leich⸗ teren Truppen auf einen Streifzug nach Malaga. Um dieſe Zeit war der geheime Angriffsplan, den man im
———
1 1


