Jahrgang 
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es ſammelte ſich in großer Anzahl in der Stadt Monda, etwa eine Meile von Coin.

Sie machten verſchiedne Verſuche, in die belagerte Stadt einzudringen, aber vergebens. Sie wurden jedes⸗ mal von den Chriſten aufgefangen und zurückgetrieben. In der Entfernung waren ſie genöthigt voll Verzwei⸗ flung die Zerſtörung des Ortes mit anzuſehen.

In dieſer Lage ritt eines Tags ein wilder, ſtolzer Mauriſcher Häuptling an der Spitze einer Bande ſchwar⸗ zer, Afrikaniſcher Reiter in Monda ein. Es war Ha⸗ met El Zegri, der hochbeherzte Alcayde von Ronda mit ſeinem Haufen Gomeren. Er hatte ſich noch nicht von der Wuth und Demüthigung erholt, womit ihn ſeine Niederlage an den Ufern des Lopera bei dem unſeligen Ausfall des greiſen Bexir überhäuft hatte, als er, nach⸗ dem er ſein tapferſtes Gefolge verloren, gezwungen wor⸗ den, ſich heimlich in ſeine Berge zurückzuſtehlen. Immer ſeitdem hatte er nach Rache gedürſtet.

Jetzt ritt er unter die zu Monda verſammelten Hau⸗ fen von Kriegern. Wer unter euch,» rief er,«wer fühlt Erbarmen mit den Weibern und Kindern von Coin, die der Gefangenſchaft, dem Tod ausgeſetzt ſind. Wer es ſey, er folge mir, mir, der bereit iſt, als ein Mos⸗ lim für die Befreiung der Moslim zu ſterben.»

So ſagend ergriff er ein weißes Banner, ſchwenkte es über ſein Haupt und ritt aus der Stadt von den Gomeren begleitet. Viele Krieger, durch ſein Wort und Beiſpiel erregt, ſprengten entſchloſſen ſeiner Fahne