Jahrgang 
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andere Vorſchläge des Grafen für den Nachmittag daran knüpfen. Er hatte auf heut einen Beſuch bei Thekla ver⸗ abredet, und dachte bei guter Zeit hinüber nach South⸗ wark zu gehen.

Ihr Weg führte durch den belebtern Theil der Alt⸗ ſtadt. Finsbury lag nördlich von der City vor dem Mo⸗ rethor. Das Geſpräch der Freunde wurde im Gedränge der Gaſſen oft unterbrochen. Es behandelte in anfangs lebhafter Hin- und Widerrede die Anſicht des Grafen, William müſſe ausſchließend der Poeſie leben; wie denn Jedermann nur in der Ausübung ſeines Talents, und mithin ſeines innerſten Berufs, wahre Zufriedenheit finde; wogegen William ſeinen Anſpruch auf lebendiges Wirken, auf Ruhm und Ehre, den höchſten Lebensantheil des Mannes, behauptete.

Muß ich denn auch dich, mein Freund, an einem al⸗ ten Irrthume haften ſehen, rief Southampton aus, dich, der doch ſonſt ſo tief in die Seelen der Menſchen und in das Herz des Lebens blicket? Iſt denn nur Das ein le bendiges Wirken, was die groben, äußern Bedürfniſſe des menſchlichen Daſeins behandelt, Ackern und Schiffen, Weben und Schmieden, Backen und Bauen, in der Ge⸗ richtsſtube oder auf dem Schlachtfeld handiren? Aller⸗ dings gewinnt das Leben hierbei ſein Beſtehen und Fort⸗ kommen, und bringt es auch zu Thaten und Tugenden Soll denn aber nur ſolches Vollbrachte ausſchließend gewirkt heißen? Wahrhaftig, ebenſo wenig, als blos eine Felsmaſſe oder ein ſtürmendes Meer etwas Wirkliches zu nennen ſind. Oder zählten etwa bei den Wirklichkeiten die Lichtſtrahlen nicht mit, weil du ſie mit