Jahrgang 
1
Einzelbild herunterladen

2

*

17

Es war ein vergnügtes Treiben. Eine grelle Hoboe ſpielte und die Jugend ſprang wild durcheinander; das Alter ſah zu, und munterte bei vollen Mäulern mit Händen und Füßen zum Tanzen auf. Von Zeit zu Zeit erſcholl ein Lebehoch den Neuvermählten. Oben auf freiem Erker des Hauſes ſtand der Bräutigam und dankte; neben ihm ein älterer, ſtattlicher Mann, dem man den reichen Squire anſah, und der in den Haufen herunterrief: ſie möchten es ſich ſchmecken laſſen. Indem bemerkte der Bräutigam die beiden vom Haufen getrennt ſtehenden Freunde, zeigte ſie dem Squire, und eilte, von dieſem aufgefodert, die Treppe herab, die unter leichtem Dach an das äußere Haus angebaut war. Indem er ſich mit Ehrerbietung an William wendete, lud er beide Freunde zu ſeiner Hoch⸗ zeit ein. Er fügte hinzu, daß der edle Squire bei einem Becher Wein ihre Bekanntſchaft zu machen wünſche. Lowin entſchuldigte ſich, weil er entweder wirklich Abhaltung hatte, oder vielleicht auch nur aus Empfindlichkeit, indem er fühlte, daß die Einladung weniger ihm, dem Schau ſpieler, als ſeinem Freunde, dem Dichter, gelte. William folgte alſo allein dem ihm ſonſt unbekannten Bräutigam die Treppe hinauf

Drittes Kapitel.

Oben empfing ihn der Squire mit vieler Herzlichkeit. Habt Dank, ſagte er, daß Ihr nicht verſchmäht, als unſer ehrenwerther Gaſt einen Becher auf dieſes jungen Paares Koenig, William Shakſpeare. I. 2