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empfinden, künftige Verbindungen ahnen, und nicht ſowol von Launen, als von geheimen Verwandtſchaften zu an⸗ dern Menſchen ergriffen ſind. Reizbare Perſonen haben ja auch von bevorſtehenden Stürmen oder Gewittern ein ſchmerzendes Vorgefühl.
In dieſer Stimmung umfaßte ihn ein Bekannter, der neubegierig nach dem Vorgefallenen fragte. Es war Lowin der Schauſpieler, ein blonder, ſehr ſtarker Mann. Froh, ſeiner Empfindung freien Lauf zu laſſen, ſtürmte der junge Mann am Arme des Freundes fort nach Cornhill hinauf. Sein Gang war ſo ungeſtüm, wie ſeine Erzählung, ſo⸗ daß der dicke Lowin bald heiß und athemlos ſtehen blieb.
Höre, William, ſagte der Aechzende, ich weiß nicht, ob deine Erzählung oder unſer Gang auf meine Milz wirkt. Sage mir, Herzensburſche, haben wir etwa um tauſend Mark einen Wettlauf begonnen? Dann will ich um die Hälfte abſtehen, und du ſollſt Sieger bleiben. Wahrhaftig, Willy, du nimmſt mich gewiß für voll⸗ wichtig; aber du wirſt deine Noth haben, mich in umlauf zu bringen. Meine Milz iſt ein ſchlechter Zuſatz zu meinem Feingehalt, eine elende Legirung. So, nun geht's wieder. Aber nur vernünftige Schritte, Herr Ritter!
William lächelte zu dieſem ſchon gewohnten Spott⸗ titel, den ihm Lowin gutmüthig beilegte, ſo oft er den Freund in einem Anflug edlen Stolzes ſah.— Was? rief William aus. Sollen wir uns Erniedrigung gefallen laſſen, wir, denen die Welt die erhabenſten Gefühle ver⸗ dankt? Du haſt jenes Burſchen verächtliche Worte, weg⸗ werfende Mienen, herabwürdigende Blicke nicht erduldet,


