7 aber da ſogar mein Anblick Euch nicht zügeln kann, ſo verlaſſe ich den Ort, wo Ihr die arme Seele unter ihrem Bilde verhöhnt. Thor von einem Mann! Bei mir um Das zu werben, was Ihr Liebe nennt! Lasko und— Liebe! Habe ich denn mit der Schweſter nicht lange ge⸗ nug bei Euch gelebt, um Euch zu kennen und zu haſſen? Euch vergeben? Meiner Schweſter noch thränenfeuchtes Pfühl habt Ihr mir angeboten, und wollt es hernach einſegnen laſſen? Von welchen Gauners Hand? Sagt doch, iſt der Schurke vielleicht wieder da, der drüben an der Moſel meine bethörte Schweſter getraut hat? Konnte
Euch all' der Harm eines liebevollen Herzens, das nun*
gebrochen iſt, bewegen, Euch von echter Prieſterhand nachtrauen zu laſſen? Und wo liegen Eure Güter, Herr Baron, auf die Ihr uns führen wolltet? Ihr werdet
wol Schlöſſer in Spanien beziehen, wenn Euer ſpaniſches
Geſchäft hier in London gelingt, und die Königin von England—
Sie konnte nicht ausreden: Lasko drückte ihr mit Wuth im Geſicht den Mund zu. Thekla entwand ſich ſeinem Arme, und ſtellte ſich ihm entſchloſſen gegenüber. Er eilte an die Stubenthüre und ſah hinaus, ob Jemand lauſche. Dieſe Augenblicke genügten ihm, ſeiner Verſtel⸗
lung Herr zu werden.— Solche kindiſche Träume könn⸗
ten gehört werden, ſagte er zurückkehrend. Du brüteſt doch immer wunderliche Sachen aus. Aber du bleibſt einmal die liebenswürdigſte Dichterin. Ich weiß, o ich bereue es, was ich an deiner Schweſter gefehlt habe. Ich habe es von Tag zu Tag gut machen wollen. Ach die liebevolle Roſalie! Wie hätte ich auch fürchten ſollen,
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