Jahrgang 
1
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Eben kam ein Bedienter des Hauſes heran und ſtellte der Graͤfin einen Brief zu. Bei der Ueberſchrift erſchrak ſie und um den Eindruck zu verbergen, ſtand ſie auf und entfernte ſich mit einer anmuthigen Verneigung, als ob der Brief einer ſchnellen Antwort beduͤrfe.

Das Geheimnißvolle, das hinter ihr zuruͤck⸗ blieb, war von der Art, daß man es lieber un⸗ beruͤhrt ließ und Alle ſich beeiferten, es mit einem muntern Geſpraͤche zu uͤberſtreuen. Pater Joſeph hatte ſich unbemerkt aus der Geſellſchaft verloren und ſein Diener folgte ihm ins Haus, wo er, wie es ſchien, auf das Benehmen der Graͤfin inſtruirt ward. Denn als dieſe bald wieder mit heiterer Miene und leichtem Vorge⸗ ben hinſichtlich des Briefes zur Geſellſchaft zu⸗ ruͤckgekehrt war, zeigte ſich auch der ſchielende Beobachter in der Naͤhe und ließ die Graͤfin nicht aus dem Auge.

Inzauiſchen ſtahl ſich Pater Joſeph uͤber den