erkenne ich das Herz nicht mehr, das ich in der reizenden Faſſung des Koͤrpers getraͤumt und mit Ungeſtuͤm auf ewig an mich geriſſen habe. Sehen Sie nur, Veronika, wie ſie dieſen Mor⸗ gen wieder nach dem Rathe des General⸗Vikars eilt, um eines Traumes willen! Ich kann uͤber den Traum lachen, aber warum zum Vikar? Es war mir auch ſehr betruͤbend, verſetzte Veronika, doch mehr, weil ich Ihnen anſah, daß es Sie kraͤnkte, lieber Freund. Sonſt haͤtte man ja der Baronin den kindiſchen Troſt goͤn⸗ nen moͤgen. Verzeihen Sie mir das Wort, mein Freund! Denn daß ſie zum Vikar geht und nicht etwa zum Superintendenten, finde ich doch ſehr natuͤrlich; die gnaͤdige Frau fuͤhlt wohl, daß ſie fuͤr ihre Sinnesart in unſerer Kirche keine Handhaben und keine Aufmunte⸗ rung findet, und ſucht alſo eine Zuflucht auf, wo man fuͤr alle Seelenaͤngſte Troſt und Theil⸗ nahme bereit haͤlt, weil man eben dem geiſtigen
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1
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