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Tag⸗ und Nachtſorge. Aber es laͤutet in der Stadt! Nun, Veronika, wollen Sie denn nicht mitfahren?
Fronleichnam iſt kein Feiertag fuͤr uns, gnaͤdige Frau, erwiderte Veronika ſanft.
Sehr belehrend, meine Beſte! ſagte die Baronin ſcharf. Ich habe noch nicht vergeſſen, daß ich Proteſtantin bin. Aber Angelika ſingt und ich hoͤre ſie ſingen. Bleiben Sie nur, wenn Sie doch kein Intereſſe fuͤr unſer Haus haben! Ich komme bald wieder, lieber Guſtav! Wir machen nur nach der Meſſe einen kleinen Beſuch beim Herrn General⸗Vikar. Ich bedarf ſeines Rathes. Adieu!
Der Baron und Veronika blieben eine Weile ſchweigend ſitzen. Ihm war es anzuſehen, daß er, ſchnell genug hinter ſeiner neckiſchen Laune her, mit den bitterſten Empfindungen zu kaͤm⸗ pfen hatte. Veronika ſchien mit einem Anliegen beſchaͤftigt und uͤber die Art verlegen, wie ſie


