Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

**

2741

bei jenem Bankette geweſen und befand ſich auch unter den Gefangenen, die der Markgraf, um ſie zu richten, mit ſich fortgefuͤhrt hatte und Eliſabeths Sorge um den verloren geglaub⸗ ten Geliebten, ward nur durch ihren Schmerz um den Vater aufgewogen. Doch ihre Furcht war vergeblich geweſen. Auch ohne die Dank⸗ barkeit, zu der Dietrich Rudolph, als dem zwei⸗ ten ſeiner Lebensretter, verpflichtet war, hatte der Junker von Lindenau in des Markgrafen Bruſt einen maͤchtigen Fuͤrſprecher. Als er naͤm⸗ lich Rudolph erblickte, der mit ſeinem verſtorbe⸗ nen Vater eine auffallende Aenlichkeit hatte, er⸗ wachte plötzlich Dietrichs Gewiſſen, das nur

zu lange geſchlummert hatte; er erinnerte ſich

ſeiner Schuld gegen den Vater und wollte ſie gegen den Sohn nicht erneuern. Er ſchenkte daher Rudolph die Freiheit, und gab ihm die Erlaubniß ſich mit Eliſabeth zu verbinden, wel⸗ cher er ſaͤmmtliche Guͤter ihres Vaters ließ, ob⸗ gleich er zu deren Einziehung wegen des Angrif⸗