Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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nung, wenn Ihr nicht wollt, daß ich Euch fur einen ehrloſen Schurken halten ſoll.

Herr, Ihr unterſteht Euch? rief der Graf, dunkle Roͤthe faͤrbte ſein Geſicht, und er ſchien mit irgend einem Entſchluſſe zu kaͤmpfen. Da⸗ bei nahmen ſeine Zuͤge, ſein ganzes Weſen, den Ausdruck mäͤnnlicher Kraft und Wuͤrde an; aber ploͤtzlich verſchwand dieſer Ausdruck wieder, eine weibiſche Furcht bemaͤchtigte ſich ſeiner, er erblaßte, es wollte Hernandez ſogar beduͤnken, als bebe er, und ſcheu nach der Thuͤr blickend, durch die der Burgvogt ſich entfernt hatte, rief er haſtig:Walther! Walther!

Da ſprang der Pilger raſch auf ihn zu, faßte ihn mit beiden Haͤnden bei den Schul⸗ tern, ſchuͤttelte ihn mit muͤhſam unterdruͤckter Wuth und donnerte ihm, auf die wahrſcheinliche Naͤhe des Burgvogts, trotz ſeiner Aufregung Ruͤckſicht nehmend, mit gedaͤmpfter Stimme zu: Menſch, Menſch, Du biſt, ich kann nicht zwei⸗