Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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aber ſo und nicht anders war, ließ ſich nicht leugnen. Der Rothkopf, Walther mit Namen,

ward zum Burgvogte auf Rungani ernannt, und dieſer Unhold iſt ſeitdem unſer eigentlicher

Gebieter. Oft giebt der Graf kaum den Na⸗ men, nie aber mehr. Sein Wille wird gaͤnz⸗ lich von dem des Burgvogts beherrſcht, und nur was dieſer will und gut heißt, geſchieht.

Kehrt die fruͤhere milde Geſinnung des Grafen,

die ihm unſer Aller Herz gewonnen hatte, ja einmal zuruͤck, und er will die Haͤrte des Burg⸗ vogts und deſſen ſtrenge Befehle mildern, ſo darf Walther ihm nur, wie bei dem Einzuge, wenige Worte zufluͤſtern und der Graf zittert, wird blaß, ringt wohl gar die Haͤnde und laͤßt den Burgvogt dann ungehindert gewaͤhren. Durch dieſen ſonderbaren Umſtand iſt denn ſchon gar Maoncher unter uns auf den Verdacht ge⸗ kommen, der Graf habe, um irgend einer Ge⸗ fahr zu entgehen, vielleicht ſogar um ſein Le⸗ ben zu friſten, einen Pact mit dem Boͤſen ge⸗