Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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und Beſchuͤtzer, und wo ſie gingen, da folgten ihnen die Segenswuͤnſche von Alt und Jung. Zehn Jahre vergingen auf dieſe Weiſe in Ein⸗ tracht, Gluͤck und Frieden. Da ward der Graf vor zehn bis zwoͤlf Monaten genoͤthigt eine Ge⸗ ſchaͤftsreiſe anzutreten, die ihm laͤngere Zeit von uns entfernen mußte. Die Graͤfin wollte ihn begleiten, aber er gab es nicht zu, denn er fuͤrchtete die Muͤhſeligkeiten der Reiſe fuͤr ſie. Er reiſte alſo allein ab. Ach haͤtte er doch die Vortheile aufgegeben, die er ſich von dieſer Reiſe verſprach! Zwei Monden waren ſeit des Grafen Abreiſe vergangen, ohne daß ſeine Gemahlin die geringſte Nachricht von ihm em⸗ pfing. Sie glaubte, daß ihm irgend ein gro⸗ ßes Ungluͤck zugeſtoßen, daß er wohl gar unter den Dolchen der Raͤuber in den Gebirgen, durch die er reiſen mußte, gefallen ſei.

Ihre Furcht hatte ſie nur zum geringen Theile getaͤuſcht; es ging in den dritten Mond,