Teil eines Werkes 
1. - 3. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Wird dieß nicht hinreichend ſein? warum ihm nach dem Leben trachten.

Sie treiben Ihr Spiel mit mir. Sie haben Furcht vor der That.

Furcht! patNun denn, los Sie ſollen noch mehr Gold aben.

Ich werde es thun, rief Jack, indem er die Schublade dem Wilder übergab, und die beiden Hände der Lady Rookwood ergriff.Ich bin kein italieni⸗ ſcher Bravo, Madam kein Meuchelmörder kein gewiſſenloſer Gurgelabſchneider Was ſind Sie Teufel oder Weib, die Sie dieß von mir verlangen? Lukas Bradley ich ſage.

Wolltet Ihr mich verrathen? rief Lady Rook⸗ wood.

Sie haben ſich ſelbſt verrathen, Madam. Nein, nein, Lukas, nieder mit den Waffen. Sehen Sie, Lady Rookwood, wie Sie einen Freund behandeln. Dieſer fremde Burſche hier würde mir den Schädel einſchlagen, wenn ich Hand an Sie legte.

Ich werde nicht dulden, daß man ihr etwas zu Leid thut,⸗ ſagte Lukas;laſſen Sie ſie los.

Die gnädige Frau hört ihn, ſagte Turpin. Und Sie, Lukas, ſollen erfahren, wie hoch man Ihren Edelmuth ſchätzt. Sie würden nicht zugeben, daß man ſie mißhandle. In dieſem Augenblicke nun ſchlug fie mir Ihre Ermordung vor nein, bezahlte mich da⸗ ür.

Wie?/ rief Lukas zurückfahrend aus.

Eine Lüge, die ſo ſchwarz iſt als die Hölle, rief Lady Rookwood.

Eine Wahrheit, die ſo rein iſt als der Himmel, erwiderte Jack;ich werde Sie ſogleich von der That⸗ ſache überzeugen. Sich alsdann gegen Lady Rook⸗ wood wendend, flüſterte erSoll ich ihm vielleicht

den Heiratsſchein geben?