den Lukas entdeckt hatte, ſo verbot er alle Feindſelig⸗ keiten für den Augenblick. Wie ſich Lady Rookwood auf dieſe Weiſe befreit ſah, ſo ſprang ſie ihren Be⸗ freiern entgegen, und in Lukas ausgeſtreckte Arme, welcher ſeine Piſtolen über ſie weg hielt. Hinter ihm ſtand Titus Tyrconnel, mit dem Schüreiſen paradirend, und Mr. Coates, welcher beim Anblick dieſer kriegeri⸗ ſchen Anſtalten es etwas bereute, ſich ſo vorſchnell in den Rachen des Löwen begeben zu haben.
„Lukas Bradley!“ rief Palmer aus, indem er vor⸗ wärts ging.
„Lukas Bradley!“ widerholte Lady Rookwvod, indem ſie zurückfuhr, und ihm ins Geſicht ſtarrte.
„Fürchten Sie nichts, Madam,“ rief Lukas. Ich bin hier zu Ihrem Beiſtande, ich werde Sie mit mei⸗ nem Leben vertheidigen.“
„Ihr mich vertheidigen!“ rief Lady Rookwood wie im Zweifel aus.
„Ja, ichl⸗ ſagte Lukas;„ſo ſonderbar dieß auch ſcheinen mag.“
„Heilige Mächte ſchützt mich!“ ſtieß Titus heraus. „So wahr ich lebe, es iſt Sir Piers ſelbſt.“
„Sir Piers!“ widerholte Coates von dem Schrecken angeſteckt, als er Palmern genauer anſah. „Was! iſt der Todte wieder in s Leben zurückgekehrt? — ein Geiſt— ein Geiſt— ein Geiſt!“
„Ein Geiſt!“ widerholte Titus.„Bei meiner Seele, dieß iſt der erſte Geiſt von dem ich hörte, daß er einen Einbruch in ſeinem eigenen Hauſe begangen habe, und dazu noch in der Nacht ſeines Leichenbegäng⸗ niſſes. Doch wer des Teufels ſind denn ſeine Begleiter? am Ende find es auch Geiſter?“
„Ja,“ ſagte Palmer in hohlem Tone, indem er die Sprache des Sir Piers nachahmte;„s find die⸗ nende Geiſter. Wir ſind wegen dieſes Weibes ge⸗ kommen— ihre Zeit iſt aus- alſo nicht weiter
„—
——„„—— 4———
— ₰ 6—


