brannte blos von der Zündpfanne auf. Sie warf die unnütze Waffe, ohne ein Wort zu ſprechen, von ſich.
„Ha, ha!“ ſagte Jack, indem er gemächlich an⸗ pielt, um die Piſtole aufzuheben, und der Lady ſich fodann nahte—„die Kugel iſt noch nicht gegoſſen, welche meine Addreſſe trägt. Hier,“ fügte er bei, in⸗ dem er Rust einen ſchweren Schlag mit dem Kolben der auf die Schulter verſetzte—„nimm Deine Waffe, und ſehe, daß Du in das Zündloch hinein⸗ ſtichſt, ſonſt wird Dir Dein Gewehr zu nichts nützen. Und nun, Madam, muß ich mir noch ein Mal die Freiheit nehmen, Sie nach einem Sitz zu führen. Dick Wilder, die Schnur— raſch. Es betrübt mich außer⸗ ordentlich, ſo mit Ihro Gnaden verfahren zu müſſen — allein gut binden, gut ſich befinden, wie Mr. Cvates ſagen würde.“
„Ihr werdet mich doch nicht binden, Ihr Räuber.“
D ja; allein Ihro Gnaden irren ſich groß— ich habe keine andere Wahl— Euer Gnaden Fauſt iſt viel zu gefährlich, als daß man Sie in Freiheit laſſen dürfte. Ich muß Sie noch ein Mal bitten, weniger gewaltthätig zu ſein— Sie halten das Ge⸗ ſchäft nur auf, welches in aller Stille und Schnellig⸗ keit abgemacht werden ſollte.“
Lady Rookwood's Zorn und Wuth über dieſe un⸗ würdige Behandlung waren grenzenlos. Aller Wider⸗ ſtand war übrigens vergeblich, und fie unterwarf ſich ſtillſchweigend. Die Schnur ward feſt um ihre Arme gebunden, als es ihr erſt einfiel, daß Coates und Tyrconnel, welche in dem untern Gang ihren Gefan⸗ genen bewachten, zu Hilfe gerufen werden könnten. Dieſer Gedanke war nicht ſo bald in ihr aufgeſtiegen, als ſie auch ſchon einen lauten und verzweifelten Schrei ausſtieß.
„Tod und Teufel!“ rief Jack—„Höflichkeit iſt hier umſonſt verſchwendet. Gib mir den Knebel, Rust.“
Es wäre beſſer, ihre quickende Pfeife auf ein


