Teil eines Werkes 
73/77 (1848) Harold, der letzte Sachsenkönig : historischer Roman / von Edward Bulwer Lytton. Aus d. Engl. von Eduard Mauch
Entstehung
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Erſtes Huch.

Der normänniſche Gaſt, der ſächſiſche König und die däniſche Prophetin.

Erſtes Kapitel.

Luſtig war der Monat Mai im Jahr unſeres Herrn 1052. Da gab es nur wenige Burſche und noch weniger Mädchen, welche den Morgen des erſten Tages dieſes fröhlichen Monats verſchlafen hätten, denn lange vor der Dämmerung hatte das junge Volk Wieſen und Wälder heimgeſucht, um Maibäume zu fällen und Blumen zu winden. Manche ſchöne grüne Wieſe lag damals noch jenſeits des Dorfes Cha⸗ ring und hinter der Thorneyinſel(zwiſchen deren Farren⸗ und Brom⸗ beerſträuchern ſich eben um jene Zeit raſch und ſtattlich die Halle und Abtei von Weſtminſter erhob); mancher Wald dehnte ſich dunkel im Sternenlichte an den Abhängen über den feuchten Strand mit ſeinen zahlreichen Kanälen oder Gräben auf beiden Seiten der großen Kenter⸗ b ſtraße. Flöten und Hörner klangen fern und nah über die grünen

Stellen, aus denen Geſang und Gelächter und das Krachen der bre⸗ chenden Aeſte in die Lüfte erſcholl.

Wie der Morgen grau im Oſten empordämmerte, beugte ſich manches ſchelmiſche blühende Geſicht, um ſich im Maithau zu baden. Geduldige Ochſen ſtanden doſend an den blütheduftenden Hecken, bis die munteren Maiſchnitter mit ihren ſtattlichen Stangen aus den Bulwer, Harold. 2