Teil eines Werkes 
73/77 (1848) Harold, der letzte Sachsenkönig : historischer Roman / von Edward Bulwer Lytton. Aus d. Engl. von Eduard Mauch
Entstehung
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15 Lager zu St. Valery zurückgebracht hatten? Mit all' jenen Folianten, welche als Rieſen einer vergangenen Welt, zudring⸗ lich wie die Normannen, unbezähmbar wie die Sachſen und hochgewachſen wie die ſchlankeſten Dänen(grauſame Feinde, ich ſehe ſie immer noch vor mir!), täglich mehr und mehr, höher und höher ein Oſſa über den Pelion auf Stuhl und Tiſch, auf Heerd und Boden ſich aufthürmten, bei alten ausgegra⸗ benen Geſpenſtern, welche an den Wänden emporkrochen, bei den roſtigen Waffenrüſtungen in Deinen Gallerien, den verſtüm⸗ melten Statuen früherer engliſcher Könige(den heiligen Eduard mit eingeſchloſſen) in den Niſchen der grauen epheuüberwucher⸗ ten Mauern ſage bei Deinem Gewiſſen, o Du mein reu⸗ müthiger Wirth! ſoll ich je wieder zu dem neunzehnten Jahr⸗ hundert zurückkehren?

Doch weit über dieſe friſchen Bilder eines einzigen Winters (wofür der Himmel Dich abſolviren möge!) geht das Gedächt⸗ niß einer Freundſchaft, welche ſchon ſo manchen Winter über⸗ ſtanden und ſich gegen Stürme bewährt hat. Oft kam ich zu Dir, um mich Raths zu erholen bei Deiner Weisheit, um Theilnahme zu finden bei Deinem Herzen, und jedesmal kehrte ich mit vermehr⸗ tem Danke zurück einem Danke, welcher vielleicht das ſeltenſte, aber darum nicht weniger glückliche Gefühl enthält, das die Er⸗ fahrung dem Manne übrig läßt. Mag es auch ſeyn, daß manche Meinungsverſchiedenheiten ſei es nun in öffentlichen Fragen, wodurch wir jeden Tag Freundſchaften, welche durch den Aus⸗ tauſch der Gefühle entſtanden, weit außer dem Bereiche von