Teil eines Werkes 
73/77 (1848) Harold, der letzte Sachsenkönig : historischer Roman / von Edward Bulwer Lytton. Aus d. Engl. von Eduard Mauch
Entstehung
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angegeben zu haben. Es war ein Unglück für jenen ausge⸗ zeichneten Menſchenſtamm, daß bei uns in England die anglo⸗ normänniſchen Könige als ſeine Repräſentanten galten, während doch der wilde intriguirende William, der eitle werthloſe Rufus, der kaltblütige erbarmungsloſe Henry keine würdigen Typen für ihre weit edleren normänniſchen Vaſallen abgeben können, von denen ſelbſt der engliſche Chroniſt geſteht, daß ſiefreundliche Herren geweſen ſeyen, und denen die ſpäteren Freiheiten Eng⸗ lands ihren Königen zum Trotz ſo Vieles zu verdanken haben. Allein vorliegendes Werk ſchließt auf dem Schlachtfelde von Haſtings jenem edlen Kampfe für nationale Unabhängigkeit, bei welchem die Sympathien jedes ächten Landeskindes auch wenn er ſein Geſchlecht bis auf die normänniſchen Sieger zurück⸗ führte auf die Seite des patriotiſchen Harold gehören.* Durch die Noten, die ich für das beſſere Verſtändniß dieſes Werkes für nöthig hielt, wollte ich den Leſer überhaupt blos ſo weit in die damaligen Zuſtände einweihen, daß er mit dem Hauptgegenſtande des Buches leichter vertraut würde, oder ſeine Erinnerung an die bezüglichen Einzelnheiten, welche ohnehin nicht ohne nationales Intereſſe ſind, auffriſchen könnte. Durch die Anführung von Autoritäten beabſichtige ich keineswegs für eine bloße Fiktion den eigentlichen Charakter einer Geſchichte in * Sollte ſich dies Werk derſelben nachſichtsvollen Gunſt, wieder letzte der Barone erfreuen, ſo wäre es leicht möglich, daß ich mich auf dem hier eröffneten weiten Gebiete noch weiter voranwagte. Eine Reihe von Dichtungen,

welche unſere frühere Geſchichte durch die ihr eigenthümliche Romantik be⸗ leuchteten, dürfte keinen ganz nutzloſen Leitfaden in der Hiſtorie ſelber abgeben.

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