Ich widme Dir ein Werk, theuerſter Freund, das faſt ganz unter Deinem gaſtlichen Dache verfaßt wurde und wozu Deine an den für mich nöthigen Autoritäten ſo reiche Bibliothek die bedeutendſten Materialien lieferte.
Der Gedanke, auf ein ſo wichtiges nationales Ereigniß, wie der normänniſche Einfall, einen hiſtoriſchen Roman zu⸗ gründen, hatte ſchon lange in mir geſchlummert, und die Chro⸗ niken jener Zeit waren mir längſt vertraut geweſen. Es liegt jedoch von jeher in meiner Gewohnheit, mich vielleicht Jahre lang mit Plan und Gegenſtand eines Werkes herumzutragen, ehe ich meine Feder anrühre, indem ich mich, wie der alte Bur⸗ ton ſagt,„otiosaque diligentia ut vitarem torporem feriandi“, mit dieſer ſpielenden Arbeit beſchäftige.
Der Hauptgrund, der mich längere Zeit von der Sache abhielt, lag darin, daß ich wußte wie die gewöhnlichen Leſer mit den Charakteren, Ereigniſſen, und ſo zu ſagen mit den eigentlichen Phyſiognomien einer Periode, welche ante Agamem- nonem, d. h. vor das glänzende Zeitalter des herangereiften Ritterweſens fällt, das ſeine eigene Thaten, wie den glorreichen Wahnſinn der Kreuzzüge im Gedichte wie im Roman verewigte,
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