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ſalia wird ohnehin bald ihre Tochter verheirathen, und dann dieſe Urkunde zur Vermehrung der Mit⸗ gift brauchen. In dieſem Falle rechne ich auf das Vergnügen, die Schrift der Mamſell Braut ſelbſt zu überreichen.
Roſali a. Der Herr Aintmann meint es doch gar zu gut. Allein das ginge ja nur an, wenn ich meiner Tochter bey ihrer Ausſtattung mein ganzes Vermögen übergäbe.
Roſenh. Und wer zweifelt daran Madame? Kennt nicht jedermann ihre edlen Geſinnungen, ih⸗ re mütterliche Zärtlichkeit? Warum hätten Sie denn auch ein ſo großes Vermögen zuſammen gebracht, als um ihrer Tochter Willen?
Roſalia. Es iſt wahr, ohne mich würde ſie wenig genug haben. Ihr Vater war arm. Ich hei⸗ rathete ihn aus Liebe, und machte ſein Glück. O Monſieur Roſenhügel, welch ein Vergnügen das Glück eines Mannes zu machen, den man liebt!
Ro ſenh. Sie werden dieß Glück nun wieder in Nannetten und ihrem Schwiegerſohne genießen. Sie werden dem guten Jungen ſagen: Mein Freund, du betheſt meine Tochter an, du gefällſt ihr. Seyd glücklich, und liebt eure Mutter. Er und Nannette werden ſich dann zu ihren Füßen werfen. Sie werden Beyben ihren Segen geben, und zugleich den hohen Schrank in ihrem Schlafzimmer öffnen. Hier, mein Sohn, werden Sie ſagen, hier ſind meine Obli⸗ gationen, mein bares Geld, der Schlüſſel zu dem ungeheuern Schüttboden. Dir übergebe ich dieß al⸗ les. Sey nun der Vormund meiner Tochter und


