ſen,
lüßt
Daß du fußfallig dieſe Wang' und Hand
Berührteſt, ich berühre nun die deine,
Ich flehe dir, erwiedre meine Wohlthat,
Reiß nicht mein Kind aus meinen Armen, tödtet
Sie nicht, der Todten ſind ja ſo genug!
An ihr labt ſich mein Herz, vergißt des Unglücks,
Sie iſt mir Troſt ſtatt Vieler, Vaterland,
Wegweiſerinn, Ernährerinn und Stütze.
Der, ſo befiehlt, muß Böſes nicht befehlen,
Wer glücklich iſt, nicht wähnen, daß er ſtets
Es ſeyn werd'; ich wars auch und bins nicht mehr;
Ein Tag entriß mir alles Wohlergehn.
O Theurer, deſſen Kinn ich faſſe, hör',
Erbarme dich, geh, zu der Griechen Heer,
Sprich, daß es euern Ruhm befleckte, Weiber,
Die ihr nicht gleich getödtet, jetzt erſt weg
Von dem Altar zu ziehen und zu tödten.
Erbarmt euch, das Geſetz heißt euch nicht minder
Das Blut der Sclaven, als der Freyen ſchonen.
Sprich, wenn auch kunſtlos, deine Würde ſchon
Wird überzeugen, denn dieſelbe Rede
Wenn ſie vom Mund des unberühmten Mannes
Und des berühmten kommt, wirkt nicht dasſelbe.
Chor.
Nein, nein! ſo hart iſt keines Menſchen Herz,
Daß er beh deinen Seufzern, deinem Weinen
Und langen Klagen trockner Augen bliebe. Ulyſſes.
Laß, Hecuba, laß dich belehren, bring
Durch Eifer den nicht auf, der weiſe ſpricht.
Dich, der ich Rettung danke, zu erhalten


